fraternität der Menschen mit Behinderung in Deutschland - Bundesleitungsteam AKTUELLES „Gemeinsam entflammt“ Unser Thema für die Jahre 2012 - 2017 Bei der Wahl des neuen Zweijahresthemas erhielt der von der Gruppe Haßberge eingesandte Vorschlag die meisten Stimmen. Das Thema entstand beim letzten BLT-Seminar 2011 in Hünfeld, als wir aus den Abbildern unserer eigenen Hände eine ausdrucksvolle Collage anfertigten, die Feuerzungen ähnelte. Die Gruppe Haßberge sieht darin eine starke Symbolik des Mit- und Füreinanders in der Fraternität. „Gemeinschaftlich weiterbauen“ Weltkongress wählt neue Kernequipe und nimmt drei neue Vollmitglieder auf Der diesjährige Weltkongress der Interkontinentalen Fraternitätsbewegung fand vom 22. bis 27. Juli 2014 in Celje, (deutsch: Cilli), der drittgrößten Stadt Sloweniens, statt. Auf Einladung der amtierenden Kernequipe trafen sich die Mitglieder der kontinentalen Equipen von Afrika, Amerika und Europa sowie die kontinentalen Delegierten und ihre Helferinnen und Helfer ebenso wie das Dolmetscherteam und Mitglieder der slowenischen Fraternität im „Foyer St. Joseph“, einer Institution des Ordens des Hl. Vinzenz von Paul (Lazaristen / Vinzentiner). Dem Haus sind eine Schule zur Ausbildung von Organisten und ein Altersheim angegliedert. Auch ist es zugleich Wallfahrts- Bildungs- und Seelsorgezentrum der Diözese Celje.  Zur großen Freude aller konnten in diesem Jahr auch wieder einmal zwei Mitglieder der taiwanesischen Fraternität teilnehmen sowie auf Einladung des spanischen Nationalteams und der Kernequipe erstmalig auch ein indischer Jesuit und sein Begleiter, die zum einen die Fraternität näher kennenlernen und zum andern auch über ihre Arbeit in einem indischen Behindertenzentrum informieren wollten. Unter den insgesamt ca. 55-60 Personen aus rund 30 Nationalitäten, die an dem diesjährigen Weltkongress teilnahmen, waren auch BLT-Mitglied Christine Osafo, die zugleich in der Europäischen Equipe für die deutschsprachigen Länder zuständig ist, und ihre Begleiterin Sabine Winn aus der Fraternitätsgruppe Rödermark, die gerne mehr über die Fraternitätsarbeit auf interkontinentaler Ebene erfahren wollte, und als eine der drei Delegierten den europäischen Kontinent repräsentierte. Neue Interkontinentale Kernequipe hat ihren Dienst begonnen. Die neue Interkontinentale Kernequipe mit Sitz in Panama, hat sich Mitte September 2014 zu ihrer ersten Sitzung getroffen. In ihrem Grußschreiben an die Kontinental- und Nationalteams weltweit betont sie die Notwendigkeit der Kommunikation: „Wir sind bereit zuzuhören und zu sprechen unter Verwendung der nächsten, erschwinglichsten und wirtschaftlichsten Mittel, die uns zur Verfügung stehen”. Auch weist sie auf die Wichtigkeit der gegenseitigen geschwisterlichen Ermutigung und die Verpflichtung zur geschwisterlichen Zusammenarbeit hin, ausgehend von der dankbaren Erinnerung an diejenigen, die vorausgegangen sind. Unser neues Logo Ab Januar 2009 wurde das bisherige Logo, das eine Gruppe behinderter Menschen in Piktogrammform zeigt und seit vielen Jahren die Fraternitätsbewegung in Deutschland verkörperte, durch ein neues Logo ersetzt. Dieses wurde auf der Hauptversammlung 2008 der Bundesfraternität mit großer Mehrheit gewählt und wird in Zukunft das Erscheinungsbild unserer Bewegung prägen. Das neue Logo, das unter Betreuung von Professor Jay Rutherford und Gaby Kosa von einer Studentengruppe der Bauhaus- Universität Weimar erarbeitet wurde, verdeutlicht in zeitgemäßer Form die beiden Beziehungsebenen in der fraternität der Menschen mit Behinderung: Die Beziehung zum Mitmenschen und die Beziehung zu Gott. Da die Bildmarke des Logos als sogenanntes „Kippbild“ angelegt ist, wird je nach Betrachtungsweise eine wechselnde Wahrnehmung dieser beiden Ebenen möglich: Meist fallen zwei abstrakte Figuren, die sich bis auf die unterschiedliche Farbgebung gleichen, sofort ins Auge. Sie verkörpern die „horizontale Ebene“ und verdeutlichen, dass in unserer Bewegung der Mensch im Mittelpunkt steht – die unterschiedlichsten Menschen in all ihrer Vielfalt begegnen sich in Freundschaft als gleichberechtigte Partner. Die Wärme und Geborgenheit, die diese Gemeinschaft spendet, drückt sich auch in den beiden verwendeten Farben Rot und Orange aus. Gleichzeitig symbolisieren die beiden Figuren jedoch auch, dass alle Menschen in ihrer Einzigartigkeit gleichwertige Ebenbilder Gottes sind. Die „vertikale Ebene“ unserer Bewegung – die Verwurzelung im Evangelium und im christlichen Glauben – entdeckt der Betrachtende dagegen oft erst, wenn er sich auf den weißen Raum zwischen den beiden Figuren konzentriert. Durch den Wechsel in der Perspektive wird dort ein weißes Kreuz sichtbar. Dezent weist es auf die Kräfte hin, die uns tragen und die unser Engagement erst ermöglichen. Der zu der Bildmarke gehörige Schriftzug, der an den bisherigen erinnert, weist in seiner Dynamik sowohl auf unser Motto „Steh auf und geh – trotz Krankheit und Behinderung“ als auch auf unsere Organisationsform hin und rundet den Gesamteindruck von einer bewegten und bewegenden Gemeinschaft ab. Gruppenjubiläen 2017 In diesem Jahr haben folgende Fraternitätsgruppen Grund zum Feiern: 60-jähriges Bestehen: Gruppe Trier 55-jähriges Bestehen: Gruppe des Franziskanischen Krankenapostulats 50-jähriges Bestehen: Gruppe Frankfurt 45-jähriges Bestehen: Gruppen Berlin-Tiergarten und Bremerhaven 40-jähriges Bestehen: Gruppe Schweinfurt 35-jähriges Bestehen: Gruppe Hildesheim 25-jähriges Bestehen: Gruppe Berlin-Mitte „Gemeinsam entflammt” so lautet das neue Thema 2012-2017, das wie eine Losung die Arbeit der fraternität Deutschland bis zur nächsten Jahreshauptversammlung begleiten wird. Bei Gruppentreffen, in Seminaren und anderen Veranstaltungen soll es gerade im „Jahr des Glaubens“ aufgegriffen und vertieft werden. Die Interkontinentale Fraternität zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung (3. Dezember) Ein Tag mehr, um allen Menschen zu sagen und mitzuteilen, dass Menschen mit Behinderung genauso menschliche Personen sind wie andere auch. So einfach und so authentisch. Antonio Gutiérrez, Verantwortlicher der Agentur der UNO für Flüchtlinge (ACNUR), sagte vor einigen Tagen, dass aktuell sechzig Millionen Menschen innerhalb ihres Landes auf der Flucht sind oder außerhalb um Asyl bitten, auf Grund bewaffneter Konflikte oder Verfolgung. Es ist eine Angabe, die uns den Blick auf eine weitreichendere Wirklichkeit öffnet. Fast immer übersteigt die Realität die kalten Zahlen der Statistik.